Die Fett-Falle
Informationen zu Ölen und Fetten im Essen
 

Vitamin D (Cholecalciferol), das Sonnen-Vitamin

Vitamin D kommt kaum aus der Nahrung sondern aus Sonnenlicht.  Deutschland ist Mangelgebiet für Vitamin D. Wir sind viel zu wenig in der Sonne. 82% der Männer und 91% der Frauen erreichen die empfohlene tägliche Zufuhr nicht [siehe Nationle Verzehrsstudie, Seite 109].

Mit katastrophalen Folgen (siehe Aufgaben). Dabei ist eine Vitamin D Therapie einfach, kostengünstig und risikolos durchzuführen.

Haben Sie eins der genannten Symptome oder wissen Sie, dass Sie nicht mindestens 30 Minuten mit ungeschützter Haut in der Mittagssonne sind/waren, und zwar täglich? Oder sind sie über 50 Jahre alt? Dann machen Sie doch einen

Test: Man kann seinen aktuellen Versorgungsstand leicht über das Blut testen - das geht in jeder Apotheke oder als Selbsttest mit einem Kostenaufwand von etwa 30 Euro.  Das Ergebnis sollte zwischen 30 und 80 ng/mL liegen, optimal wäre etwa 50 ng/mL. Die Bundesanstalt für Risokobewertung (BfR) sieht sogar Werte zwischen 50 und 160 ng/mL als "ausreichend" an [link].

TestergebnisEinordnung
<12 ng/ml extremer Mangel (führt zu Knochen und Zahnschäden, Rachitis)
<20 ng/ml schwerer Mangel (hohes Risiko für Osteoporose und Störungen des Nervensystems)
<30 ng/ml Risiko von Osteoporose im Alter durch zu geringe Calciumaufnahme
>30 ng/ml befriedigend - ausreichende Calciumaufnahme
>40 ng/ml gut - verringerte Anfälligkeit für Krankheiten
>50-90 ng/ml optimal - dieser Wert wird durch regelmäßige ausgedehnte Sonnenbäder erreicht
100 ng/ml empfohlene Obergrenze im Blut
>150 ng/ml Risiko für überhöhten Calciumspiegel im Blut (wird durch Vitamin K2 verhindert)
>300 ng/ml toxische Wirkung

Bei einem Mangel benötigen Sie erheblich mehr als einfach nur die von der DGE angegebene Tagesversorgung (800 IE). 

Dr. med Raimund von Helden gibt in seinem (sehr empfehlenswerten) Buch folgende Zahlen bei einem Ausgangswert von 10ng/ml und 70kg Körpergewicht ohne Sonnenbestrahlung an:

  • Mit einer einmaligen Gabe von 10000 IE der Blutsiegel nur um 1ng/ml erhöht.
  • Mit 400000 IE einmalig wird schlagartig ein Wert von 50 ng/ml erreicht 
  • Mit 4000 IE täglich dauert es über ein Jahr, bis sich der Wert auf 60 ng/ml einstellt 
  • Mit 2000 IE täglich dauert es über ein Jahr, bis sich der Wert auf 30 ng/ml einstellt
  • Mit 1000 IE täglich erreicht der Wert auch nach über einem Jahr maximal 15 ng/ml (immer noch ein starker Mangel)
  • Mit 400 IE täglich sinkt der Wert langfristig auf 6ng/ml (starker Mangel wird noch schlimmer, trotz "200% NRV")

Auf Nahrungsergänzungsmitteln in Europa muss trotzdem gesetzlich verpflichtend die Referenzmenge (100%) mit nur 200 IE angegeben werden. Das ist irreführend und könnte bei den häufig vorkommenden Mangelzuständen zu dauernder  gefährlicher Unterversorgung führen. 

Aufgaben:
Vitamin D ist notwendig für die Aufnahme von Calcium (also für Knochen, Zähne und Nerven). Eine Vielzahl von Studien weist ausserdem auf eine wichtige Rolle von Vitamin D bei der Vermeidung weitverbreiteter Gesundheitsprobleme hin. Darunter Krebs, Autoimmun-Krankheiten (z.B. MS,Diabetes,Rheuma), Herzkrankheiten, hoher Blutdruck, Muskelschwäche Migräne und Depression. Vitamin D steuert über 1000 Gene im Menschen. Häufig kommen extreme Mangelzustände vor - die Folgen sind drastisch für das Nervensstem, Depressionen sind oft die Folge.

Was sagen die Studien?
Studie 2012:   (Hinweis zu den Einheiten: wir rechnen in ng/ml. Werte in nMol/L  sind durch 2,5 zu teilen um ng/ml zu erhalten) 
Um den Minimalwert von 20 ng/mL zu erreichen, waren ein Jahr lang 20ug (800 IE) täglich nötig.
Um 44 ng/mL zu erreichen, waren mehr als 3600 IE nötig. 

Studie 2007:
Mit 20 ug (800 IE) wurde in 3 Jahren der Spiegel von durchschnittlich 18,6 ng/mL (leichter Mangel) auf  28,3 ng/mL (unter optimal) gesteigert.
Mit 50 ug (2000 IE) wurde in 3 weiteren Monaten der Spiegel  auf  34,6 ng/mL (normal) gesteigert.
Die Studie gibt folgende Empfehlungen um wenigstens 20 ng/mL zu erreichen:
Bei einem Anfangsstatus von über  18 ng/mL sollten 50 ug (2000 IE) täglich eingenommen werden.
Bei einem Anfangsstatus von unter 18 ng/mL sollten 100 ug (4000 IE) täglich eingenommen werden.

Fazit: 3600 IE pro Tag sind sicher und können langfristig einen gesunden Wert von ca 40 ng/mL herbeiführen.  

Maximalmengen:  Der wissenschaftliche Ausschuss der EFSA hat 250ug (10000 IU) als unbedenklich festgestellt und die Obergrenze (UL) vorsichtshalber auf 100 ug (4000 IU) gesetzt [EFSA Journal, Juli2012 (engl.)]. Die DGE sieht den Tagesbedarf bei 20 ug (800 IE) pro Tag. Vorsicht, auf Nahrungsergänzugsmitteln muss nur 1/4 dieser Menge schon mit "100%" angegeben werden.

Zusammenfassung: Deutschland ist ein Mangelland für Vitamin D, besonders im Winter.

Wenn Sie nicht genug Sonne täglich bekommen - oder ab eine Lebensalter von 50 Jahren - nehmen Sie mit einem Nahrungsergänzungsmittel wenigstens 2000 IE/Tag ein, am besten zusammen mit Vitamin K.

Testen Sie Ihr Blut auf Vitamin D ("25(OH)D"). Bei einem Mangel (das ist unter 20 ng/mL) benötigen Sie für einige Wochen sehr hohe Dosen.

Produkt: Ich empfehle Vitamin D3 mit Vitamin K2 von Tricutis. Und zwar 9 Tropfen (3600 IE+100% K2) im Winterhalbjahr, 2 Tropfen im Sommer. Wenn Sie ein anderes Produkt wählen, achten Sie auf zusätzlich ausreichend Vitamin K2 (Menachinon-7),

Zugelassene gesundheitsbezogene Angaben ("Functional claims") für Vitamin D:

  • trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei
  • trägt zur Erhaltung einer normalen Muskelfunktion bei
  • trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei
  • trägt zu einer normalen Aufnahme/Verwertung von Calcium und Phosphor  bei
  • trägt zu einem normalen Calciumspiegel im Blut bei
  • trägt zur Erhaltung normaler Zähne bei
  • hat eine Funktion bei der Zellteilung
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[nach oben]Diese Anzeige wurde erstellt (Serverzeit):22.06.2017 18:21