Die Fett-Falle
Informationen zu Ölen und Fetten im Essen
 

Vitamin C, Ascorbinsäure

Wir brauchen diesen Stoff für viele Aufgaben im Körper. Fehlt es, tritt Skorbut auf, die Zähne fallen aus und das Immunsystem gibt auf - so wurde es entdeckt.

Die meisten Tiere können Vitamin C selbst herstellen, nur für Menschen, andere Primaten und wenige andere Tiere ist es ein Vitamin. Warum?

Bei Primaten fehlt eins von 4 Enzymen, das notwendig wäre um Ascorbinsäure aufzubauen. Es wäre eigentlich ganz einfach, aber Primaten haben es aufgegeben. Primaten sind nämlich adaptiert an eine Ernährung im Regenwald, mit reichlich Früchten. Dadurch war jahrmillionenlang immer viel Vitamin C in der Nahrung, so dass es keinen Nachteil darstellte, wenns der Primat nicht selber machte. Auch so sind Primaten die dominanten Spezies auf dem Planeten geworden.

Nachdem wir aber eiszeitliche Jäger wurden, und dann steinzeitliche Bauern, war Vitamin C Mangelware. Denn es ist in Fleisch und in Getreiden nicht enthalten. Unsere Kulturen haben aber eine gute Tradition entwickelt, das Vitamin C aus wilden Pflanzen zu beziehen. Frisches Grün und wilde Früchte (wie Hagebutten) sind sehr reich an Vitamin C. Ötzi, die steinzeitliche Gletschermumie, hatte beispielsweise eine Schlehe im Gepäck. Die Schlehe ist eine Wildfrucht und sehr reich an VItamin C.

In Mitteleuropa war dennoch Vitamin-C-Mangel sehr verbreitet. Erst durch Einführung der Kartoffel aus Amerika wurde die flächendeckende Vitamin C Versorgung erreicht.

In Deutschland erreichen 32% der Männer und 29% der Frauen die empfohlene tägliche Zufuhr von Vitamin C nicht, ein echter Mangel ist selten.

Sehr gute Quellen für Vitamin C sind:

  • alle Kohlarten (Sauerkraut, Kohlrabi, Blumenkohl, Brokkoli, Weiskraut...)
  • Kartoffeln
  • Früchte (besonders Schwarze Johannisbeere, Zitrusfrüchte, Äpfel)
  • Wildfrüchte (Hagebutte, Schlehe, Sanddorn)

(unsere Listen orientieren sich mehr an Verfügbarkeit als an den mg pro 100g)

Unser Vorschlag: Versuchen Sie diese natürlichen Früchte in die tägliche Nahrung mit einzubauen. Sie erhalten dadurch nicht nur Vitamin C, sondern auch gleich eine Menge von Begleitstoffen, die auch in der Pflanze schon wichtig war und die die Wirkung des Vitamin C deutlich verbessern. "An Apple a day keeps the doctor away" (Einen Apfel jeden Tag - der Doktor nicht mehr kommen mag).

Sie verbessern dadurch Ihr Immunsystem, die Integrität von Haut und Zahnfleisch, Wundheilung und die Aufnahme von wichtigen anderen Stoffen. Im Darm wird die Bildung von krebserregenden Stoffen (Nitrosamine) verhindert.


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[nach oben]Diese Anzeige wurde erstellt (Serverzeit):18.12.2017 11:59