Die Fett-Falle
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Vitamin K - nur für Blut?

Wie die Vitamine E, A und D gehört Vitamin K zu den fettlöslichen.  Wir kennen es als das Vitamin, das für die Blutgerinnung (Koagulation) nötig ist.

Fehlt es oder ist es gestört, ist auch die Blutgerinnung gestört - der Mensch wird zum "Bluter".  Heute ist es aber eher so, dass das Vitamin K absichtlich gestört wird. Und zwar durch einige Medikamente, die die Blutgerinnung herabsetzen sollen. Beispielsweise Marcumar® und viele ähnliche andere Medikamente enthalten Cumarin (oder Wafarin) die das Vitamin K stören. Dies geschieht um damit die Blutgerinnung herabzusetzen und so die Gefahr von Infarkten herabzusetzen.

Das ist ein beträchtlicher Eingriff, denn Vitamin K wird auch noch für andere Aufgaben benötigt. Vor allem dient es dazu das mithilfe von Vitamin D aufgenommene Calcium im Blut auch in die Knochen einlagern zu können. Dieser Infarktschutz befördert Osteoporose.

Eine wesentlich bessere Methode scheint mir da Vitamin E zu sein. Es normalisiert nämlich die Blutkoagulation ebenfalls (link) und hilft im Fall von Tocotrienol-Vitamin E gleichzeitig sogar dem Knochenaufbau  (link).

Die Speicher im Körper für Vitamin K sind klein, der Vorrat reicht nur für ca. 1 Woche. Demzufolge sollte es regelmäßig gegessen werden.

Weitere Gesundheitsvorteile durch Vitamin K

Darüber hinaus scheint Vitamin K ein wahrer Jungbrunnen zu sein. Eine aktuelle Studie aus dem Jahr 2014  an über 7000 Personen mit hohem Herz/Kreislaufrisiko ergab, dass diejenigen mit hoher Vitamin K-Aufnahme ein deutlich geringeres Todesfall-Risiko aufwiesen für Herz/Kreislauf (Infarkte), Krebs und aus allen Gründen. Statistisch signifikant:

Todesfall aus Herz/Kreislauf: 48% geringeres Risiko

Todesfall wegen Krebs: 36% geringeres Risiko

Todesfall (alle Gründe): 43% geringeres Risiko

Das sind beeindruckende Zahlen. Diese Studie untersuchte nur den Vitamin K Gehalt der gegessenen Lebensmittel - ohne Zufuhr durch Nahrungsergänzungen. Das heisst, auch die anderen Inhaltsstoffe der Lebensmittel mit Vitamin K konnten mitwirken.

Kalkablagerungen an Muskeln und Arterien

Ohne Vitamin K kann Calcuim nicht in den Knochen eingelagert werden. Was passiert eigentlich mit dem vielen mühsam gegessenen Calcium, wenn es NICHT in die Knochen wandert, wenn also Vitamin K fehlt? Dann muss es woandershin und das kann üble Folgen haben.

Vitamin K wirkt gegen Kalkablagerungen in Arterien (Arterienverkalkung = Infarktrisiko). Trotzdem wird es gerade bei Herz/Kreislaufpatienten durch massenhafte Verschreibung von Antikoagulantien gestört. Ist das nicht erschreckend?

Welche Lebensmittel enthalten denn viel Vitamin K?

Grünkohl, Spinat, Brokkoli, Rosenkohl, Fenchel, auch  Kichererbsen, Traubenkernöl, Linsen, Weizenkeime und Kürbiskernöl sind die Renner, mit mehr als 100ug pro 100g (75ug werden als Tagesbedarf angegeben). Alles andere, auch Weißkohl, Blumenkohl, Leber, Erbsen, Möhren, Sauerkraut und Obst liegen zum Teil deutlich darunter.  Essen Sie viel von den Rennern.

Bei gesunder Darmflora wird übrigens 50% des Bedarfs von der Darmflora gebildet.

Krebs und Vitamin K2

Es gibt viele weitere Studien, die eine positive Wirkung von Vitamin K gegen Krebs dokumentieren. Möglicherweise hängt das damit zusammen, dass Vitamin K2  den Entzündungs und Krebs erzeugenden Faktor NF-kB senken kann (Studie).

Was tun?

Grünkohl, Spinat, Brokkoli, Rosenkohl, Fenchel, auch  Kichererbsen, Traubenkernöl, Linsen, Weizenkeime und Kürbiskernöl regelmäßig essen. Eventuell Vitamin K2 (= Menachinon)  einnehmen. Tocotrienol-Vitamin E essen.

Zugelassene Health Claims: Vitamin K trägt zu einer normalen Blutkoagulation und zur Erhaltung normaler Knochen bei.

Produkt: Ich empfehle Vitamin D3 mit Vitamin K2 von Tricutis. Und zwar 8 Tropfen (100% K2+3600 IE D3) im Winterhalbjahr, 2 Tropfen im Sommer.

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